Wie und was wird gefüttert ?

Wenn der Welpe vom Züchter in seine neue Umgebung kommt,füttert man ihm die bisher gewohnte Kost.Ein krasser Futterwechsel kann zu Magen- und Darmstörungen kommen und Durchfälle verursachen.Erst allmälich wird der eigene Futterplan aufgestellt.Rund 2/3 der Tagesration sollen Fleisch (viel Eiweiß) - Rind,Herz,Innereien,Leber,Pansen - 1/3 des Futters aus pflanzlichen Futtermitteln zubereitet sein.Wegen ihrer hohen Verdaulichkeit eignen sich dazu die speziellen Hundeflocken sowie gekochte Haferflocken,Futterreis und Weizengrieß.

Hundekuchen und ab und zu ein rohes Ei ergänzen des Futter.Das Fleisch sollte oft in größeren Stücken gefüttert werden,damit der Hund etwas zu Reißen und Beißen hat.Dieses Reißen und Beißen sollte schon in der frühesten Jugend,etwa ab der 8.Woche,beginnen.Die Fleischstücke können dabei eher zu groß als zu klein sein,damit der Welpe oder Junghund sie nicht ganz verschlingt und dabei ersticken kann.Es eignen sich dazu ganz besonders Sehnen,Knorpel und Flechsen,da sie einmal hart,zäh und fettarm sind und zum anderen auch in größeren Stücken leichter geschluckt werden können.

Besonders Schweinefleisch sollte wegen der Erkrankungsgefahr für den Hund nur gekocht verfüttert werden.Das Reißen und Beißen fördert die Ausbildung des Kopfes und vor allem des Gebisses.Bekommt der Hund dann noch ab und zu einen Kalbsknochen oder Hundekuchen,dann ist sein Festtag vollkommen.In diesem Zusammenhang muß aber vor einer Verfütterung von Röhrenknochen gewarnt werden.Dies gilt insbesondere für Geflügel- und Wildknochen.Das Futter soll nicht zu weich,also nicht mit zu viel Wasser zubereitet werden.Ein Hund,nur mit Brei hochgepäpelt,wird kaum ein richtiger Gebrauchshund werden.

Das richtige Mittelmaß zu finden,ist auch bei der Fütterung des Hundes die Kunst des Züchters bzw.Halters.Man darf sich nicht vom Appetit des Hundes täuschen lassen.Wer so viel füttert,was sein Hund fressen kann,wird an ihm,auf die Dauer gesehen,keine große Freude haben.

Wer bei den Atembewegungen seines Hundes auf drei bis fünf Meter Entfernung dessen unware Rippen noch leicht durchs Fell schimmern sieht,der hat sein Tier in der richtigen Verfassung.Dies gilt besonders für den Junghund,der sich noch entwickeln,straffen und festigen  muß.

Zu beachten is ferner,daß unser Hund von Natur aus ein Ruheverdauer und kein Bewegungsverdauer ist.Deshalb sollte er nach der Fütterung grundsätzlich 1-2 Stunden Ruhe haben.Der Futternapf wird etwa 1/2 Stunde nach der Fütterung sauber gemacht und weggeräumt.Futterreste gehören in den Mülleimer,weil sie nach gewisser Zeit sauer werden.

Frisches Wasser muß nach Bedarf bereitstehen.

Ganz besonders ist darauf zu achten,daß regelmäßig zu bestimmten Zeiten gefüttert wird.

Schlechte,ungeeignete Futtermittel sind Kartoffeln,Kohl,Kuhmilch,Süßigkeiten,Talg,

Kuchen,Schokolade und jegliche Reste der menschlichen Küche.Der Hund ist kein Müllschlucker und kein Resteverwerter.

Wer nichts verkehrt machen will,sollte zur Fertignahrung greifen.Sie enthält alle dem Beutetierentsprechenden Nährstoffe wie Eiweiß,Fett,Kohlenhydrate,

Mineralstoffe und Vitamine im richtigen Verhältnis.