Die ersten Lebensphasen der Welpen
Welpe 12 Tage altDie Entwicklung der Welpen geht nach bestimmten Phasen vor sich.Die erste oder vegetative Phase dauert 14 Tage.Die zweite oder Übergangsphase tritt mit dem Erwachen des Gesichts- und des Gehörsinn ein.
Welpen 6 Wochen altWenn die Welpen das Nest verlassen,beginnt die Prägungsphase,das ist in der 4. bis 7.Lebenswoche.
Welpe 12 Wochen altDie vierte Phase,die Sozialisierungsphase,
umfaßt die 8. bis einschließlich 12.Woche.
Hier soll nun die vierte Phase behandelt werden,weil wir unsere Welpen erst ab der 8.Woche erhalten.
In der Sozialisierungsphase wird der Welpe,der bis dahin mehr oder minder tun und lassen konnte was er wollte,erzogen.In der freien Wildbahn würde der Rüde die Erziehung übernehmen.Diese Erziehung ist absolut autoritär.Ahnlich wie der Rüde in der freien Wildbahn muß sich auch der Mensch verhalten.Er muß darauf achten,daß er in dieser Phase mit dem Welpen spielt und ihm dabei beibringt,daß er sich dem Menschen genau wie dem Rüden unterzuordnen hat.Der Mensch will einen Hund,der mit ihm lebt.Deshalb sollte man einen Welpen zu Beginn der Sozialisierungsphase erwerben,um die Erziehung anstelle des Vaterrüden übernehmen zukönnen.Dabei lernt der Hund auch winzige Veränderungen in der Mimik des Menschen kennen und deuten.Er wird also in die menschliche Gesellschaft "eingebaut".Wichtig ist,mit dem Hund viel zu spielen und ihm dabei zu zeigen,wie weit er gehen kann.Wie der Rüde dem Welpen durch einen kräftigen Griff in das Nackenfell zeigt,was er tun darf und was nicht,so wird auch der Mensch durch kurzes Schütteln und den Laut "Pfui" sich Respeckt verschaffen.Auf diese Weise lehrnt der Welpe rasch die Bedeutung dieses Lautes.reicht das nicht,dann sollte der Welpe im Nackenfell hochgehoben und geschüttelt werden.Das läßt den Hund die menschliche Überlegenheit mächtig deutlich werden.Man darf ihn jedoch niemals strafen,wenn er etwas nicht verstehen kann.Es ist auch sehr wichtig,daß der Hund in der Sozialisierungsphase,in der der Mensch den Erzieher darstellt,möglichst oft Umgang mit anderen Hunden erhält,damit er mit Artgenossen umzugehen lernt.Es ist die Voraussetzung dafür,daß später Beißereien und andere Unannehmlichkeiten vermieden werden.
vom Blackwood Castel
